PLUS: Versorgung von Suchbetroffenen mit Hepatitis C

DIE PLUS-GESUNDHEITSINITIATIVE

GEMEINSAM GEGEN HEPATITIS C

Die Folgen einer Hepatitis-C-Infektion können gravierend sein. Unbehandelt kann sie zu Leberzirrhose, Leberkrebs, Leberversagen und schließlich zum Tod führen.

Hepatitis C ist heute schnell und einfach heilbar.

Dem gegenüber steht jedoch eine Versorgungssituation, in der viele Menschen mit einer Hepatitis-C-Infektion aus Risikogruppen erschwerten Zugang zu innovativen Therapien haben.

HEPATITIS C BIS 2030 ELIMINIEREN

Sowohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als auch die Bundesregierung haben das Ziel ausgerufen, Hepatitis C bis 2030 zu eliminieren. Um das zu erreichen, braucht es die Anstrengung von allen. Dabei kommt es auf interdisziplinäre Zusammenarbeit, Bündelung der Kräfte und bedarfsorientierte Angebote für unterschiedliche Patientengruppen an.

GESUNDHEITSVERSORGUNG VON RISIKOGRUPPEN NACHHALTIG VERBESSERN

Dafür setzt sich die PLUS-Gesundheitsinitiative Hepatitis C ein. Die Projekte sind auf die individuellen Bedürfnisse und Lebensumstände einzelner Risikogruppen, z. B. (ehemalig) Drogengebrauchende, Personen in Haft oder Menschen mit Migrationshintergrund, ausgerichtet. Mit dem Fokus auf Hepatitis C ist es das Ziel, auf regionaler Ebene die Gesundheitsversorgung dieser Menschen nachhaltig und strukturell zu verbessern. Kooperation und Vernetzung sind dabei im Fokus: Gemeinsam mit den Akteuren in den Partnerstädten erfolgt die Entwicklung und Durchführung der PLUS-Projekte vor Ort.

IDEE UND AUFBAU

AM BEISPIEL VON (EHEMALIG)
DROGENGEBRAUCHENDEN

Der Aufbau eines regionalen PLUS-Projektes auf einen Blick

Menschen mit (ehemaligem) Drogengebrauch haben ein erhöhtes Risiko, sich mit dem Hepatitis-C-Virus zu infizieren oder dieses bereits in sich zu tragen.

Gleichzeitig führen die Lebens- und Versorgungsituationen von Drogengebrauchenden dazu, dass der Zugang zu Hepatitis-C-Therapien erschwert sein kann. Außerdem findet das Thema Gesundheit neben anderen Themen oft wenig Beachtung bei den Drogengebrauchenden selbst.

Aber auch unklare Versorgungsstrukturen können eine Hürde darstellen. Um die Versorgungssituation von (ehemals) Drogengebrauchenden nachhaltig zu verbessern, müssen viele Akteure an einem Strang ziehen.

Hier setzt das Konzept der PLUS-Gesundheitsinitiative Hepatitis C an: Regionale Akteure werden zusammengebracht, um gemeinsam einen Aktionsplan zur Verbesserung der Versorgungssituation von (ehemals) Drogengebrauchenden mit Fokus auf Hepatitis C zu entwickeln und umzusetzen.

PLUS-KONZEPT & -ANGEBOTE

DAS „MEHR“ IN DER VERSORGUNG

Die PLUS-Gesundheitsinitiative Hepatitis C wurde 2015 gemeinsam vom Caritasverband für Stuttgart e. V., der Deutschen Leberhilfe e. V. und dem BioPharma-Unternehmen AbbVie mit einem ersten Projekt in Stuttgart ins Leben gerufen.

Gestartet mit der Risikogruppe der Drogengebrauchenden, hat sich der Fokus der PLUS-Initiative inzwischen auf Menschen mit Hafterfahrung und Migratonshintergrund erweitert. Heute setzen sich Akteure in 9 PLUS-Städten mit ganzheitlichen Unterstützungsangeboten für die Bekämpfung von Hepatitis C ein. Weitere Städte bzw. Regionen sind im Aufbau oder in Planung.

Gemeinsam mit regionalen Partner*innen analysieren die Ansprechpartner*innen von PLUS die Situation vor Ort und entwickeln bedarfsgerechte Lösungen, um die Zielgruppe optimal zu erreichen. Das cross-funktionale PLUS-Team ist auf Hepatitis C, das Gesundheitswesen sowie den Aufbau von Versorgungsnetzwerken spezialisiert.

Plusstädte auf Deutschlandkarte

Lösungsansatz der PLUS-Initiative

Eine PLUS-Gesundheitsinitiative Hepatitis C kann in jeder Stadt oder Region umgesetzt werden. Sie haben Interesse, an einem bestehenden PLUS-Projekt mitzuwirken oder ein neues für Ihre Stadt zu starten?

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THEMEN DER PLUS-ANGEBOTE

Themen der Plus Angebote

ZIELSETZUNG DER PLUS-INITIATIVE

DIE BEKÄMPFUNG VON HEPATITIS C

Die PLUS-Initiative ist ein innovativer Ansatz zur Bekämpfung von Hepatitis C.

Mit regionalen PLUS-Projekten wird die gesundheitliche Chancengleichheit gefördert.

Folgende Ziele sind damit verbunden:

Gesellschaftliche Teilhabe der Erkrankten für mehr soziale Lebensqualität

Ganzheitliche, alltagsintegrierte Unterstützungsangebote zusätzlich zur Basisversorgung

Psychische, physische und soziale Stabilisierung von Erkrankten sowie gesteigerte Erfahrung des Selbstwerts

Förderung der Selbstständigkeit der Erkrankten

Aufbau von Gesundheitswissen und dadurch eines gesteigerten Gesundheitsbewusstseins (unter anderem in Bezug auf Hepatitis C)

Aufbau eines interdisziplinären Versorgungsnetzwerks und Zugang zu diesem

Erfahrungsaustausch mit anderen Erkrankten im Sinne der Selbsthilfe

Vernetzung und Austausch der Partner sowie relevanter und sektorübergreifender Akteure

Grundsätze der PLUS-Initiative

das „Mehr“ in der Versorgung

Partizipation

Die PLUS-Initiative verfolgt einen partizipativen Versorgungsansatz: Gemeinsame (Weiter-) Entwicklung der regionalen PLUS-Angebote mit den Erkrankten, um Bedürfnisse gezielt zu adressieren und sie gleichzeitig zu motivieren.

Zum Peer-PLUS-Peer-Ansatz

Nachhaltige Verbesserung

Die Partner der regionalen PLUS-Projekte streben eine Verstetigung der Vernetzung und der PLUS-Angebote an. Sie sind überzeugt: nur durch ein langfristig ausgelegtes Versorgungsangebot können Versorgungsqualität und Lebensqualität nachhaltig verbessert werden.

Versorgungsansatz

Die PLUS-Initiative hat das Ziel, Drogenkonsumenten, Substituierte und Drogenkonsumenten zu erreichen und deren regionale Gesundheitsversorgung durch eine Betrachtung der gesamten Lebensumstände nachhaltig und strukturell zu verbessern. Der Fokus liegt dabei auf dem Thema Hepatitis C.

Enge und abgestimmte Zusammenarbeit

Die Vernetzung der Partner spielt innerhalb der PLUS-Initiative eine große Rolle. Durch den Zusammenschluss verschiedener Akteure können umfassende Expertise und sektorspezifische Aspekte in ein PLUS-Projekt integriert werden. Ein regionales PLUS-Projekt durch lediglich eine Institution ist daher nicht zielführend.

HEPATITIS C

HEILBAR ABER NOCH NICHT AUSREICHEND BEHANDELT

Hepatitis C wird durch Blut-zu-Blut-Kontakt übertragen. Menschen mit einer Hepatitis-CInfektion leben häufig über Jahre mit der Erkrankung, ohne es zu wissen, da die Symptome oft unspezifisch sind.

ca. 189.000
MENSCHEN IN DEUTSCHLAND SIND VON CHRONISCHER HEPATITIS C BETROFFEN 1

1 Polaris Observatory HCV Collaborators. Global change in hepatitis C virus prevalence and cascade of care between 2015 and 2020: a modelling study. Lancet Gastroenterol Hepatol. 2022;7(5):396-415.
2 Zimmermann R et al. Zur Situation bei wichtigen Infektionskrankheiten in Deutschland – Hepatitis C im Jahr 2019. Epid Bull 2020; 30/31: 18–31.

Auch wenn sie in den ersten Monaten von selbst ausheilen kann, schreitet Hepatitis C meist im Verlauf unbemerkt fort und wird chronisch.

BIS ZU85%
DER HEPATITIS-C-INFEKTIONEN WERDEN CHRONISCH 2

Eine chronische Hepatitis C kann unbehandelt zu Leberschädigungen, Leberzirrhose und bis hin zum Tod führen. Zudem ist sie mit einem erhöhten Risiko für Leberkrebs verknüpft.

60%
DER LEBERZELLKARZINOME GEHEN AUF EINE CHRONISCHE HEPATITIS C ZURÜCK 2

1 Polaris Observatory HCV Collaborators. Global change in hepatitis C virus prevalence and cascade of care between 2015 and 2020: a modelling study. Lancet Gastroenterol Hepatol. 2022;7(5):396-415.
2 Zimmermann R et al. Zur Situation bei wichtigen Infektionskrankheiten in Deutschland – Hepatitis C im Jahr 2019. Epid Bull 2020; 30/31: 18–31.

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